Tarifvertrag tvöd 2020 verhandlungen

Übernehmen beispielsweise Nachwuchsgruppenleiter ein Projekt mit mehr Forschungsverantwortung, werden sie in der Regel auch in eine höhere Lohngruppe eingeteilt. Theoretisch ist es für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter möglich, ein niedrigeres Gehalt als bisher zu erhalten, da er tatsächlich auf Erfahrungsstufe 1 von vorne anfangen müsste. Die Tarifverträge sehen jedoch vor, dass dies niemals geschehen darf und dass das Personal auf ein höheres Erfahrungsniveau mit mindestens dem gleichen Gehalt versetzt wird. Wenn dies bis zum Jahresende nicht mehr möglich ist, z.B. weil noch zu viele verbleibende Urlaubstage übrig sind, sollten die Mitarbeiter zumindest jetzt über den Ablauf ihres Urlaubsanspruchs am 31. März 2020 informiert und gebeten werden, ihren Urlaub Anfang 2020 zu planen. Um nachweisen zu können, dass diese Verpflichtungen erfüllt sind, sollten Arbeitgeber diese Mitteilung zumindest in Textform (E-Mail) an die betroffenen Arbeitnehmer ausstellen. Forschungsarbeiten erfordern oft, dass Forscher einige Zeit im Ausland verbringen oder stipendienfinanziert werden. Im Allgemeinen wird die einschlägige Berufserfahrung an einer Forschungseinrichtung im Ausland in diesem Sektor allgemein anerkannt, sofern sie während ihrer Tätigkeit im Ausland einen Arbeitsvertrag hatten. Andererseits werden Zeiten, die durch ein Stipendium finanziert werden, nur als “nützlich” betrachtet.

Sie können als Berufserfahrung angesehen werden, aber dies ist nicht garantiert. Mutterschaftsurlaub, bezahlter Urlaub und Arbeitsunfähigkeit bis zu einem Höchstbetrag von 39 Wochen gelten nicht als Unterbrechungen der im jeweiligen Zeitraum der Tarifverträge verbrachten Laufzeit. 2014 hat Deutschland ein Gesetz zum gesetzlichen Mindestlohn verabschiedet. In der Vergangenheit gab es in Deutschland nur bestimmte Branchen, in denen ein Mindestlohn auf der Grundlage von Gewerkschaftsvereinbarungen galt. Der bundesweite Mindestlohn wird alle zwei Jahre angehoben. Ab dem 1. Januar 2019 steigt das gesetzliche Minimum von derzeit 9,19 Euro pro Stunde auf 9,35 Euro pro Stunde. Dies wird sich auf alle Arbeitgeber auswirken, die mit schlechter bezahlten Arbeitnehmern wie Arbeitern oder Auszubildenden arbeiten. Denn der stündliche Mindestlohn muss jeden Monat eingehalten werden. Wenn Arbeitnehmer während eines bestimmten Zeitraums Überstunden leisten, muss der bundesweite Mindestlohn pro Stunde in einem bestimmten Monat noch eingehalten werden. Damit wird auch die Zahl der Stunden begrenzt, die von sogenannten “Minijobbern” geleistet werden können, deren Monatsgehalt von bis zu 450 Euro einen geringeren Status hat, mit einer geringeren Einkommensteuerbelastung und Sozialversicherungsabzügen. Diese Minijobber dürfen ab dem 1.

Januar 2020 nur noch maximal 48 Stunden pro Monat arbeiten: 9,35 x 48 Stunden = 448 EUR. Die Arbeitgeber sollten auch die Tariferhöhungen im Auge behalten. So gelten ab dem 1. Januar 2020 höhere Mindestlöhne für den Dachdecker- und Elektrohandel. Auch die Tabellarische Löhne im öffentlichen Dienst der Länder (“TV-L”) steigen zum 1. Januar 2020. Im öffentlichen Dienst (TVöD) wird eine Lohnerhöhung erst am 1. März 2020 erfolgen.

Wenn Forscher an eine andere Universität oder Forschungseinrichtung wechseln, gehen sie hinsichtlich ihres Erfahrungsniveaus nicht an den Anfang zurück. Die einschlägige Berufserfahrung und damit auch die bereits auf der jeweiligen Ebene verbrachte Zeit werden anerkannt. Dies muss jedoch beantragt werden. Wenn der neue Arbeitgeber besonders daran interessiert ist, einen bestimmten Forscher einzustellen, kann er möglicherweise sogar ein höheres Lohnband aushandeln oder sogar früher als geplant auf ein höheres Erfahrungsniveau wechseln.

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